Preussen Weekend 2010
Jun 6th, 2010 | By Thomas | Category: Allgemein, MMADas erste Preussen Weekend liegt hinter dem Team Dento und es war ein durchweg klasse Event. Von der guten Organisation bis hin zum Grillstand und TapouT Verkaufsstand war alles dabei. Am Samstag beim No Gi Grappling trat als einziger Vertreter der Sportschule Adrian Linke an, der diesmal wieder eine Gewichtsklasse weiter oben startete. Viel entspannter, auch auf Grund der sehr familiären Stimmung ging er in der Klasse bis 85 Kilo an den Start. Sein erster Kampf begann recht schnell und so fand er sich schon in der ersten Minute am Boden wieder. Hier arbeitete er dann an der Defense und an seinem Guardpass. Sein Gegner, der später den 2ten Platz holen sollte fing ihn dann in einem Triangle doch Adrian dachte nicht ans aufgeben. Wie schon so oft im Training stand er einfach auf und probierte sich per Walkover Escape zu befreihen und konnte so den ersten Triangle abwehren. Leider rollte der Gegner mit ihm mit und konnte so noch immer dranbleiben, diesmal jedoch zog er Adrian weit nach unten so das er nichtmehr aufstehen konnte und musste durch Triangle Choke tappen.
Im zweiten Kampf ging Adrian aggressiver nach vorne und konnte sein Gegenüber seinen Stil aufzwingen. Beim Eingang zum Wurf sperrte sich sein Gegner heftig gegen den Takedown und schnappte sich Adrian´s Kopf. Halb geworfen halb gezogen gingen beide zu Boden und Adrian hing im Guillotine Choke. Die Full Guard konnte er noch abwehren doch beim Pass in die Side Controll war dann zu viel Druck am Hals und zusätzlich fing sein Gegner Adrians Bein zur Half Guard und so musste er tappen. Aber unverletzt und motiviert, nächstes Jahr stärker wiederzukommen gab er sich nicht geschlagen.
Am Sonntag dann kämpfte ich selber im Gi Grappling. Obwohl ich lieber im No Gi gestartet wäre war auch das trotzdem eine gute Erfahrung. Das Gi Grappling findet immer am Sonntag statt, so dass ich schon gut aklimatisiert war und fast stressfrei antreten konnte. Ohne wieder abzukochen startete ich in der Klasse bis 80 Kilo. Beim wiegen waren 78,8 Kilo auf der Waage, also war ich im oberen Bereich der Gewichtsklasse. Das Starterfeld war zwar im Vergleich zum Vortag stark geschrumpft aber durchweg gut besetzt. Waren es am Samstag noch über 100 Starter, 6 davon waren Frauen, so waren wir am Sonntag noch gute 60 Teilnehmer. Den Löwenanteil stellte dabei die Alliance Berlin mit ihrer durchweg starken BJJ Truppe. In meinem ersten Kampf ging es recht aggressiv zur Sache und bevor ich riskierte geworfen zu werden, was mein Gegner bereits im ersten Kampf mit Tomoe Nage und anschliessendem Armbar machte, entschloss ich mich Guard zu ziehen. Mein Gegner hatte einen sehr guten Griff und blockte durchweg meine Beine so das ich in der Open Guard hing. Kurz sah es aus als könnte ich einen Dropkick Sweep landen aber er wollte nicht so recht sitzen. Beim zug in die Guard passierte er mich dann und arbeitet weiter. Gelassen hielt ich die Half Guard und probiert angriffe zu starten, so musste ich doch permanent verteidigen. Ständig probierte er mich mit meiner eingenen Jacke zu würgen oder einen Arm zu neutralisieren, was ich jedoch verteidigen konnte. Trotzdem verlor ich meine Position und so griff mein Gegner weiter aus der Knee on Belly Position an. Meine Jacke versperrte mir einen großen teil der sicht und so kam ich nicht weg von ihm. Einige Augenblicke später hing ich im Armbar und musste abklopfen, da meine Schulter gut von ihm nach unten gepresst wurde und ich keine Escape mehr sah.
Im zweiten Kampf gegen C.T. Vogel ging ich mehr nach vorne da ich den Takedown nicht groß fürchtete. So gelang es mir dann auch C.T. zu Boden zu bringen, leider in seiner Guard. Ich arbeitet sofort am Escape doch entschied ich mich erstmal zu testen wie weit ich mit einem angriff kommen würde. Ich würgte ihm aus der Posture raus mit einem Gi Choke und obwohl ich ihn röcheln hören konnte ließ ich schnell vom Choke ab da ich nicht genug Druck aus der Guard herraus aufbauen konnte und zusätzlich die Gefahr des Armbars bestand. Kurz darauf probierte er dann auch einen Armbar anzusetzen den ich jedoch leicht blocken konnte, da er sich nicht zur Seite rausdrehte und sein Bein so einfach nicht über meinen Kopf bekam. Grüße an Timothy. Ich stackte ihn und er ließ ab vom Arm. Nun stand ich in der Open Guard und war recht zuversichtlich als ich sein Fuß fasste und seitlich über ihn stieg und mein Ankle Lock ansetzte. Erst lag ich gut und dachte ich könnte den Fuß reissen aber mein Gegenüber befreite sich schnell von meinem blockendem Bein und konnte so seinen Fuß drehen um das Hebeln unmöglich zu machen. Die Option des Heel Hooks bestand nicht da die Technik beim Preussen Weekend sowie bei vielen andern Amateurveranstalltungen verboten ist. Also faste ich das andere Bein und arbeitet auch hier kurz am Ankle Lock. Selbe abwehr auf Seiten C.T. und ich wechselte wieder zurück zum andern Fuß. Ich bekam den Fuß aber nicht mehr so gut und entschied mich seinen Pass Versuch lieber zu verhindern und stand wieder auf. Ich kam nicht ganz hoch und befand mich dann wieder in der Closed Guard. Wieder griff er nach meinen Arm und er brachte ein Bein über mein Kopf zum Armbar. Unentschlossen mich aus diesem Versuch mit einem Pass oder durch rauspowern des Arms zu befreien hing ich auch schon da. Mein Arm war fasst gestreckt und der Versuch ihn ranzuziehen klappte nicht mehr da C.T. schon einen Schritt weiter war und sich im Belly Down Armbar befand. Mir blieb nur das Abklopfen und so endete auch mein zweiter Kampf durch Armbar.
Trotzdem war es ein klasse Event und nächstes Jahr kommen wir hoffentlich stärker besetzt wieder, damit ich meinen Trainingspartnern von der Alliance Berlin nicht all die Plätze überlassen muss